09.01.2026
Nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre konnten viele private Haushalte 2025 bei Strom und Gas aufatmen: Im Jahresverlauf sind die Energiepreise spürbar gesunken.
Ungleichheit überwunden: Erstmals einheitliche Stromnetzgebühren für Stadt und Land
14.02.2025
In Deutschland mussten Verbraucher in ländlichen Regionen bisher wesentlich höhere Stromnetzgebühren als in städtischen Gebieten zahlen. Mit dem Jahreswechsel sind die Netzgebühren für Strom in ländlichen Gegenden um 9 Prozent gesenkt worden, sodass sie jetzt den Preisen in den Städten entsprechen. Dies zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox.
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Unterschied in den Netzgebühren betrug 2024 noch 11 Prozent
Ein Haushalt mit drei Personen und einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) zahlte im vergangenen Jahr durchschnittlich 420 Euro (netto) an Stromnetzgebühren in städtischen Gebieten. In ländlichen Regionen lag dieser Betrag jedoch bei 464 Euro, was einem Unterschied von etwa 11 Prozent entspricht.
In vielen ländlichen Gegenden entstehen hohe Kosten für den Ausbau der Stromnetze, welche erforderlich sind, um die zunehmende Anzahl von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen anzuschließen. Mit dem Inkrafttreten eines neuen Ausgleichsmechanismus im Jahr 2025 werden die Stromnetzgebühren in diesen Gebieten jedoch gesenkt. Zum Jahreswechsel stiegen die durchschnittlichen Stromnetzgebühren für städtische Haushalte um fast 1 Prozent auf 426 Euro pro Jahr, während sie in ländlichen Gebieten um etwa 9 Prozent auf 424 Euro sanken.
Ehemals mussten Haushalte in weniger dicht besiedelten Gegenden, die stark auf erneuerbare Energien setzten, höhere Stromnetzgebühren entrichten. Mit dieser Anpassung werden die Kosten der Energiewende gerechter verteilt.
Deutliche Senkungen der Netzentgelte
Die landwirtschaftlichen Regionen in Schleswig-Holstein verzeichneten die größte Entlastung mit einem Rückgang von 28 Prozent, gefolgt von den weniger besiedelten Gebieten in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 26 Prozent sowie in Brandenburg mit 19 Prozent und in Bayern mit 12 Prozent. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stiegen die Preise hingegen leicht um 3 Prozent.
Stromnetzgebühren stellen etwa ein Drittel der Stromkosten dar
Derzeit entfallen etwa 29 Prozent des Strompreises privater Verbraucher auf die Stromnetzgebühren.
Für eine Familie mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh belaufen sich die durchschnittlichen Stromnetzgebühren im Bundesgebiet auf etwa 428 Euro netto. In einem Haushalt aus zwei Personen mit einem Verbrauch von 2.800 kWh liegen die Kosten bei 299 Euro, während ein Single-Haushalt (1.500 kWh) durchschnittlich 160 Euro zahlt.
Zu Beginn des Jahres 2025 sind die Stromnetzgebühren im Durchschnitt um rund 2,5 Prozent gesunken. Dennoch bleibt ihr Niveau hoch, da im Jahr 2024 ein Anstieg um etwa 23 Prozent festzustellen war. In den letzten fünf Jahren sind die Stromnetzentgelte insgesamt um 48 Prozent gestiegen.



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