09.01.2026
Nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre konnten viele private Haushalte 2025 bei Strom und Gas aufatmen: Im Jahresverlauf sind die Energiepreise spürbar gesunken.
Die Strompreislücke im Osten: 15 Prozent teurer als im Westen – So können Haushalte in Ostdeutschland sparen
27.04.2023
Die Kluft zwischen den Strompreisen im Osten und Westen war bereits überwunden, jedoch haben sich die Preise in Ostdeutschland wieder um 15 Prozent erhöht. Das Ausmaß der Preisunterschiede ist nun so groß wie noch nie zuvor. Demzufolge profitieren Haushalte in Ostdeutschland besonders stark von der staatlichen Regelung zur Begrenzung des Strompreises, was eine Analyse nach Bundesländern durch das Vergleichsportal Verivox belegt hat.
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Strompreis-Geographie: Warum der Osten 15% mehr zahlt als der Westen
In Ostdeutschland müssen Haushalte für eine Grundversorgung mit Strom (4.000 kWh) derzeit ohne Berücksichtigung der Preisbremse 2.154 Euro bezahlen, während in Westdeutschland lediglich 1.878 Euro anfallen – ein Unterschied von satten 15 Prozent oder immerhin 276 Euro.
Noch nie zuvor waren die Preise im Osten so viel höher als im Westen: Im Jahr 2011 betrug die Differenz gerade einmal etwa sechs Prozent und verringerte sich danach kontinuierlich; sogar in den Jahren zwischen 2020-22 hatten ostdeutsche Verbraucher einen kleinen Vorteil gegenüber ihren westlichen Nachbarn.
Laut Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, sind steigende Kosten für Betrieb, Unterhaltung und Ausbau des Stromnetzes zum Teil dafür verantwortlich zu machen: So stiegen diese Gebühren beispielsweise zum Jahreswechsel in Westdeutschland durchschnittlich um ganze vierzehn Prozent auf insgesamt rund 342 Euro an – In Ostdeutschland aber gar um 25 erhebliche Prozente auf fast 400 Euro!
Die regional unterschiedlichen Netzentgelte haben verschiedene Gründe wie Industrie- sowie Bevölkerungsdichte oder auch spezielle Bedingungen beim Ausbau regenerativer Energien – all das kann dazu führen dass es große Spannen gibt!
Höchste Strompreise in Mecklenburg-Vorpommern: So sparen Sie bares Geld
Derzeit sind die höchsten Strompreise in der Grundversorgung im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu finden. Für einen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden beläuft sich hierbei die jährliche Rechnung auf stolze 2.350 Euro, was einem Unterschied von rund 56 Prozent zum günstigsten Bundesland Bremen (1.505 Euro) entspricht.
Neben Brandenburg und Thüringen fallen auch dort überdurchschnittlich hohe Preise an: Hier werden für denselben Verbrauchswert jeweils 2.308 bzw. sogar ganze 2.197 Euro fällig.
Im Gegensatz dazu findet man ein deutlich niedrigeres Preisniveau neben Bremen ebenfalls in Berlin, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie Hamburg vor – mit Jahresrechnungen zwischen lediglich circa 1 .779 bis maximal 1 .843 Euro bei identischem Energieverbrauch wie oben angeführt wurde.
Strompreisbremse wirkt in Ostdeutschland besonders stark: Bis zu 482 Euro Ersparnis!
Die staatliche Strompreisbremse kommt Ostdeutschen aufgrund der höheren Energiekosten in dieser Region stärker zugute als Westdeutschen. Im Durchschnitt sinkt die Rechnung im Osten um 331 Euro, während es im Westen nur ein Minus von durchschnittlich 160 Euro gibt.
Am meisten profitieren Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg: In ersterem Bundesland spart eine Familie rund 482 Euro dank Preisbremse, in letzterem sind es immerhin noch etwa 441 Euro pro Jahr. Auch Thüringen schneidet mit einer Entlastung von circa 362 Euro gut ab.
In Bremen hingegen ist keine Unterstützung notwendig – hier liegen die Preise knapp über denen der Strompreisbremse oder sogar darunter (in Berlin und Hamburg).



Nächstes Jahr erhalten mindestens drei Millionen Haushalte eine Entlastung bei Energie: Zahlreiche große Regionalanbieter reduzieren ihre Tarife.
In zahlreichen deutschen Haushalten ist der Ausspruch „Licht ausschalten!“ nach wie vor ein Zeichen für sparsames Verhalten.
In den nächsten Jahren wird erwartet, dass alle Haushalte mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet werden, was die Einführung digitaler Zähler beinhaltet.
Es ist eine häufig gestellte Frage unter Hauseigentümern, die sich für den Einsatz von Solarenergie interessieren: Ist es möglich, eine Photovoltaikanlage ohne Anmeldung zu betreiben?
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