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Nächster Stromversorger kündigt Preisanstieg an – E.On zieht nach

19.04.2022
eon kündigt Preisanstieg an​Das Medienecho war groß, als viele deutsche Haushalte Ende 2021 Post von ihren Stromanbietern erhielten. Es waren vor allem Dienstleister aus dem Bereich der sogenannten „Discount-Versorger“, die sich aufgrund der massiv gestiegenen Preise für Energie und der damit verbundenen Umsätze teilweise gar zu einem vollständigen Aussetzen ihrer Geschäfte entschieden hatten. Bereits zu diesem Zeitpunkt war absehbar, dass die Belastungen durch Strom und Gas für Verbraucher und Unternehmen weiter zunehmen würden. Der Krieg in der Ukraine und die Angst vor einem Energieembargo waren seit Ende Februar bereits Vorboten für eine Zuspitzung der Lage auf dem deutschen Strommarkt. Mit dem Essener Global-Player E.ON meldete sich nun zur Wochenmitte der nächste Großversorger zur kommenden Preispolitik zu Wort. Aus Verbrauchersicht fallen die Nachrichten wie erwartet schlecht aus.

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Änderung der Preispolitik stellt für Experten keine Überraschung dar

Zugegeben: Unerwartet kommt die Stellungnahme des Konzerns nicht. Viele Verbraucher aber dürften dennoch gehofft haben, dass die Politik vor dem Hintergrund des militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine vorzeitig für Entlastungen bei den Preisen für Strom sorgen würde. Nun aber steht fest, dass der Konzern E.On seine Strompreise ab dem kommenden Juni anheben wird. Der Versorger folgt damit zahlreichen anderen Dienstleistern, die ihrerseits in den vergangenen Wochen Mehrbelastungen angekündigt haben. Und das in einer Zeit, in der gerade viele Geringverdiener auch mit höheren Mieten konfrontiert werden. Bedeutsam dürfte die Ankündigung aus dem Hause E.On vor allem deshalb sein, da es sich hier um den größten Anbieter auf dem deutschen Vorbild handelt. Die Entscheidung für eine Anhebung der Preise könnten sich deshalb auch viele kleinere Mitbewerber und andere Großkonzerne zum Vorbild nehmen.

Gerade Geringverdienern drohen Engpässe

Tatsächlich hatten viele Verbraucherschützer explizit vor einem solchen Schritt gewarnt und Kunden – dort, wo dies eben möglich ist – einen rechtzeitigen Wechsel zu Tarifen mit langfristigen Preisgarantien nahegelegt. Wichtig ist die Entscheidung des Konzerns auch deshalb, da der Anbieter E.On vielerorts für die Grund- und Ersatzversorgung verzeichnet. Insofern drohen auch Kundinnen und Kunden in diesem besonders kritischen Bereich höhere laufende Kosten. Der zeitliche Vorlauf bis zur Umsetzung der Preiserhöhungen dürfte dabei ein schwacher Trost sein. Denn ein günstiger Wechsel dürfte trotz eines möglichen Sonderkündigungsrechts in Zeiten steigender Stromkosten schwierig werden. Der Essener Konzern verweist in seinen Stellungnahmen sowohl auf den Ukraine-Krieg als auch die hohe Inflationsrate in Deutschland, die im März nun auf ein neues Hoch von 7,3 Prozent kletterte.

Die ohnehin angespannte Lage auf dem internationalen Energiemarkt verschärft sich weiter. Vergleichbar hoch fiel Deutschlands Inflationsrate zuletzt im zeitlichen Umfeld der Wiedervereinigung aus.

Neukunden dürften besonders hohe Belastungen erleben

Anders als bei einer ganzen Reihe anderer Stromanbieter entschied man sich bei E.On relativ spät zu einer Korrektur der bisherigen Preispolitik. Etliche andere Dienstleister hatten früher eine vermeintlich unverzichtbare Weitergabe der Marktpreise an Endkunden angekündigt. Ab Juni aber wird es nun auch beim Stromriesen E.On so weit sein. Dabei betont das Unternehmen die eigene Geduld und die Tatsache, weitaus länger auf eine Reaktion auf die Entwicklungen auf dem Markt verzichtet zu haben. Filipino Thon, seines Zeichens Geschäftsführer von E.On. Energie Deutschland verweist in diesem Zusammenhang darauf, der Konzern habe insbesondere in der Sparte Grundversorgung seit Beginn der Corona-Pandemie auf Preisanpassungen weitgehend verzichtet. Grundlage der neuen Entscheidung, so Thon, seien die derzeit sehr hohen Beschaffungspreise an den globalen Energiemärkten. Der aktuelle Trend erlaube es nicht länger, auf eine Preiskorrektur zu verzichten. Allein im Strombereich seien die Großhandelspreise um das Achtfache gestiegen. Ganz zu schweigen vom Gastrend. In diesem Bereich liege der Anstieg der Preise gar beim Faktor 20. Diese Entwicklung erlaube im Grunde keine „vorausschauenden“ Einkäufe auf den Märkten.

Preisanstieg wird wie so oft regional unterschiedlich ausfallen

Einheitlich dürften die Preiserhöhungen für Kunden des Unternehmens in Deutschland nicht. Experten rechnen mit teils gravierenden Unterschieden im Zusammenhang mit steigenden Preisen für Kundinnen und Kunden des Konzerns. Marktbeobachter verweisen angesichts der neuen Meldung darauf hin, dass E.On – entgegen den Unternehmensmeldungen – durchaus in einigen Regionen schon im Jahr 2021 einige für Verbraucher schmerzliche Anhebungen der Strompreise vorgenommen habe. Haushalte in einigen Gebieten wie etwa Mecklenburg-Vorpommern hätten die Anpassungen längst schwer getroffen. Die ersten Prognosen von Vergleichsportalen gehen von einem Plus der Strompreise des Unternehmens im einstelligen Cent-Bereich für Bestandskunden ab Juni 2022 aus. Neukunden könnte die Entscheidung indes härter treffen. Hier sind auch zweistellige Cent-Erhöhungen pro Kilowattstunde nicht auszuschließen.

Die gute Nachricht: Noch ist es durchaus möglich, dass vor allem der politische Abschied von der EEG-Umlage in Verbindung mit dem Energie-Entlastungspaket der Bundesregierung das Schlimmste abwenden könnte.

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