09.01.2026
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E-Mobilität unter Mietern: Nur 8 Prozent nutzen Elektroautos
29.10.2024
Bei der Umstellung auf Elektromobilität bleiben insbesondere Mieter weitgehend zurück. Aktuell fahren in Deutschland etwa 22 Prozent der Hauseigentümer ein Elektroauto, während dieser Anteil unter Mietern lediglich 8 Prozent beträgt. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Vergleichsportals Verivox hervor.
Zusätzlich zeigen sich erhebliche Unterschiede bei den Lademöglichkeiten: Nur 4 Prozent der Mieter in Deutschland verfügen über die Möglichkeit, ein Elektroauto privat und kostengünstig aufzuladen. Der Großteil ist hingegen auf das häufig teurere öffentliche Laden angewiesen.
Mieter haben kaum Zugang zu privaten Ladeplätzen
Mieter, die einen vertraglich zugesicherten Stellplatz nutzen, haben seit Dezember 2020 einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit für ihr Elektrofahrzeug. Allerdings sind private Parkplätze im Rahmen von Mietverhältnissen eher selten. Laut Umfrage besitzen 60 Prozent der befragten Mieter keine privaten Abstellplätze. Nur 25 Prozent gaben an, eine private Parkmöglichkeit zu haben, die mit einer Wallbox ausgestattet werden könnte. Aktuell haben lediglich 4 Prozent der Mieter die Möglichkeit, ihr Elektroauto an einer privaten Ladestation aufzuladen.
Ein anderes Bild ergibt sich bei Eigentümern. Hier berichteten über 20 Prozent (genau 21 Prozent), dass sie bereits über einen privaten Parkplatz mit einer Wallbox verfügen. 57 Prozent haben einen eigenen Stellplatz, der für die Installation einer Ladestation geeignet ist. Jeder sechste Eigentümer (16 Prozent) gibt jedoch an, keine private Parkmöglichkeit zu besitzen.
Kosten für öffentliche Ladesäulen bis zu 79 Prozent erhöht
Im ersten Halbjahr 2024 war das Aufladen von Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen bis zu 79 Prozent teurer als das Tanken an einer privaten Wallbox.
Die Kosten für das private Laden beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 auf 863 Euro, basierend auf einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern und einem durchschnittlichen Strompreis von 35,96 Cent pro kWh. Wer hingegen sein Elektroauto an einer öffentlichen Ladestation auflädt, muss deutlich höhere Preise in Kauf nehmen. Hier lag der durchschnittliche Preis pro Kilowattstunde bei 54,25 Cent für die normale Aufladung mit Wechselstrom und bei 64,44 Cent für die Schnellladung mit Gleichstrom, was jährliche Kosten von 1.302 Euro beziehungsweise 1.547 Euro bedeutet.
Um den breiten Umstieg auf Elektromobilität zu fördern, müssen die Rahmenbedingungen für alle Nutzer zugänglich gestaltet werden. In diesem Zusammenhang sollte die Bundesregierung Maßnahmen in Erwägung ziehen, wie die Wiedereinführung staatlicher Zuschüsse für private Ladesäulen und die Regulierung der Preise an öffentlichen Ladesäulen.
Elektrofahrzeuge: Mieter zeigen geringes Kaufinteresse – nur 20 Prozent planen eine Anschaffung
Unter diesen Bedingungen überrascht es kaum, dass die Mehrheit der Mieter (71 Prozent) nicht plant, ein Elektroauto zu erwerben. Lediglich 21 Prozent der Mieter haben die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs im Auge, während etwa 8 Prozent bereits ein solches Fahrzeug fahren.
Im Gegensatz dazu besitzen Hausbesitzer fast dreimal so häufig ein Elektroauto (22 Prozent). 30 Prozent der befragten Eigentümer beabsichtigen, ein E-Auto zu kaufen. Dennoch gibt es auch hier fast die Hälfte (48 Prozent), die angibt, dass ein Kauf für sie nicht in Frage kommt.



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