09.01.2026
Nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre konnten viele private Haushalte 2025 bei Strom und Gas aufatmen: Im Jahresverlauf sind die Energiepreise spürbar gesunken.
Preisentwicklung bei Heizenergie: Gas- und Ölpreise schießen in die Höhe, Strom für Wärmepumpen mit geringem Plus
09.07.2025
In den letzten fünf Jahren sind die Kosten fürs Heizen spürbar gestiegen. Wie stark Haushalte davon betroffen sind, hängt maßgeblich vom jeweiligen Energieträger ab. Besonders deutlich zeigt sich der Preisanstieg bei Gas und Heizöl: Zwischen Juni 2020 und Juni 2025 haben sich die Preise hier nahezu verdoppelt. Im Vergleich dazu fiel der Anstieg beim Strom für Wärmepumpen mit rund 15 Prozent deutlich moderater aus.
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Gaspreise bleiben weiterhin teuer
Für die Beheizung eines Einfamilienhauses mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden mussten Haushalte im Juni 2020 durchschnittlich 1.220 Euro aufbringen. Im Juni 2025 liegt der bundesweite Durchschnittspreis für die gleiche Menge Gas bereits bei 2.272 Euro – das entspricht einer Steigerung von 86 Prozent.
Während der Energiekrise in den Jahren 2022 und 2023 erreichten die Gaspreise sogar noch höhere Werte. Damals sorgten staatliche Hilfen dafür, dass die Belastung für Verbraucher abgemildert wurde. Da diese Unterstützungsmaßnahmen inzwischen ausgelaufen sind, zahlen Haushalte nun fast doppelt so viel für Gas wie noch vor fünf Jahren.
Globale Wirtschaftslage beeinflusst Schwankungen bei Heizölpreisen
Im Juni 2020 lag der durchschnittliche Preis für 2.000 Liter Heizöl in Deutschland bei etwa 868 Euro. Der Rückgang der internationalen Ölpreise infolge der Corona-Pandemie führte damals zu einer deutlichen Verbilligung des Brennstoffs. Fünf Jahre später, im Juni 2025, mussten Verbraucher für die gleiche Menge bereits 1.824 Euro zahlen – das entspricht einem Anstieg von 110 Prozent.
Während der Pandemie 2020 sanken die Heizölpreise rapide, doch im Zuge der Energiekrise 2022 kam es zu einem starken Preissprung. In jüngerer Zeit sorgten wirtschaftliche Unsicherheiten und die Angst vor Handelskonflikten für eine leichte Entspannung, bis geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Preise erneut in die Höhe trieben. Kaum ein anderer Energieträger reagiert so sensibel auf globale wirtschaftliche Entwicklungen wie Heizöl.
Geringerer Preisanstieg bei Strom für Wärmepumpen
Wer sein Einfamilienhaus mit einer durchschnittlich effizienten Wärmepumpe beheizt und dafür jährlich 6.000 kWh Strom benötigt, zahlte im Juni 2020 etwa 1.434 Euro. Heute liegen die Kosten für die gleiche Strommenge bei rund 1.644 Euro – das entspricht einem Anstieg von etwa 15 Prozent.
Der Grund für den vergleichsweise moderaten Preisanstieg liegt in den vergünstigten Stromnetzgebühren, Umlagen und Abgaben, die speziell für Wärmepumpenstrom gelten. Im Gegensatz zu Gas und Heizöl sind die Kosten für diese Heizungsart in den letzten fünf Jahren deutlich weniger gestiegen. Während fossile Brennstoffe durch die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte und den wachsenden CO₂-Preis teurer werden, bleibt Strom für Wärmepumpen stabiler.
Ab dem 1. Januar 2026 wird der CO₂-Preis zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegen – das bedeutet bis zu 10 Euro mehr als im laufenden Jahr. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch entstehen dadurch zusätzliche Kosten zwischen 237 und 281 Euro, bei 2.000 Litern Heizöl sind es 350 bis 414 Euro.



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