09.01.2026
Nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre konnten viele private Haushalte 2025 bei Strom und Gas aufatmen: Im Jahresverlauf sind die Energiepreise spürbar gesunken.
Drei Jahre Konflikt in der Ukraine: Energiepreise bleiben 31 Prozent über dem Niveau von 2021
25.02.2025
Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind die Preise für Energie, einschließlich Strom, Heizkosten und Treibstoff, immer noch um 31 Prozent höher als vor der Energiekrise. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass ein durchschnittlicher Haushalt mit drei Personen derzeit jährlich 5.407 Euro für Energie aufwenden muss. Zum Vergleich: Im Jahr 2021, also vor dem Krieg, lagen diese Kosten bei 4.121 Euro, was einer Steigerung von 1.286 Euro entspricht.
Bereits im Herbst 2021 erhöhten sich die Preise für Erdgas und Öl deutlich. Nach dem Ausbruch des Krieges im Winter darauf erreichten die Preise Rekordhöhen. Obwohl die Energiekosten seit ihrem Höhepunkt im Oktober 2022 um ein Drittel zurückgegangen sind, bleiben sie dennoch erheblich über dem Stand von vor dem Kriegsbeginn.
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Heizkosten belasten die Budgets der Haushalte erheblich
Die Heizkosten haben einen signifikanten Anstieg erfahren. Heizöl ist um 35 Prozent teurer geworden: Im Februar kostet ein 20-Hektoliter-Kontingent nun 1.934 Euro, was im Vergleich zu 1.428 Euro im Jahr 2021 einen deutlichen Anstieg darstellt. Auch die Kosten für das Heizen mit Gas haben merklich zugenommen. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind die Ausgaben von 1.329 Euro auf 2.319 Euro gestiegen – das entspricht einem Anstieg von 74 Prozent. Neben den gestiegenen Beschaffungspreisen wirken sich auch höhere Gasnetzgebühren und der zunehmende CO2-Preis für fossile Brennstoffe auf die Preiserhöhung aus. Da der größte Teil der Haushalte mit Gas heizt, sind die durchschnittlichen Heizkosten insgesamt um 61 Prozent gestiegen.
Kraftstoff und Strom kosten 17 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn
Auch Autofahrer müssen mit höheren Ausgaben rechnen. Seit 2021 sind die Benzinpreise um 15 Prozent gestiegen, während Diesel sogar um 21 Prozent teurer wurde. Im Durchschnitt müssen Verbraucher nun 17 Prozent mehr für Kraftstoffe bezahlen. Auch die Strompreise sind gestiegen, jedoch in geringerem Maße. Ein Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh bezahlt aktuell 1.432 Euro, verglichen mit 1.229 Euro im Jahr 2021, was einem Anstieg von 17 Prozent entspricht. Hauptursachen hierfür sind erhöhte Netzentgelte und steigende Einkaufspreise der Energieanbieter.
Eine Rückkehr zu den Energiepreisen von vor dem Krieg in der Ukraine erscheint momentan unwahrscheinlich. Angesichts steigender Großhandelspreise, höherer Netzgebühren für Strom und Gas sowie zunehmender CO2-Preise ist zu erwarten, dass die Energiekosten weiter ansteigen. Ob eine neue Bundesregierung Ressourcen bereitstellen wird, um die finanzielle Belastung für die Haushalte zu verringern, bleibt abzuwarten.



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